![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
||||||
|
||||||||||||||
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
||||||
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
||||||
|
Nachruf: Prof. Dr. rer. nat. Dr. rer. biol. hum. habil.
Wolfgang Lüke † Wir trauern um unseren geschätzten Kollegen Prof. Dr. Dr. Wolfgang Lüke, der am 29.05.09 nach sehr kurzer und schwerer Erkrankung plötzlich und völlig unerwartet im Alter von 56 Jahren verstorben ist. Wolfgang Lüke studierte von 1975 bis 1981 an der Philipps-Universität Marburg Biologie. Nach dem Studium übernahm er unter Prof. Dr. Fritz Anders die Leitung des Biochemischen Labors am Genetischen Institut der Justus-Liebig-Universität in Giessen, an dem er auch seine Dissertation über die RNA-abhängige DNA-Polymerase-Aktivität in einem Tumor-System anfertigte. Sein von je her breites Interesse für die Nachbardisziplinen veranlasste ihn 1986 in die Virologie zu wechseln und Wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Prof. Dr. Gerhard Hunsmann in der Abteilung für Virologie und Immunologie des Deutschen Primatenzentrums in Göttingen zu werden. Im Jahre 1994 habilitierte Wolfgang Lüke an der Medizinischen Hochschule Hannover im Fach Virologie über die Entwicklung eines Impfstoffes gegen Immundefizienzviren, wie beispielsweise gegen das humane Immundefizienzvirus (HIV). Wolfgang Lüke wechselte 2001 in die Industrie und wurde zunächst Leiter der Arbeitsgruppe Gentherapie bei einem Tochterunternehmen der Schering AG, der Jenapharm GmbH & Co. KG, um dann bereits ein Jahr später die Leitung der wissenschaftlichen ’Virus Like Particle (VLP) Technology Einheit’ beim US-amerikanischen Tochterunternehmen der Schering AG, der Berlex Bioscience in Richmond, USA, zu übernehmen. Die Medizinische Hochschule Hannover ernannte Wolfgang Lüke 2004 zum außerplanmäßigen Professor. In diesem Jahr übernahm er die wissenschaftliche Leitung unserer Arbeitsgruppe am Laboratorium des immunologischen onkologischen Zentrums Köln, die sich schwerpunktmäßig mit der Antigenpräsentation mittels dendritischer Zellen beschäftigt. Hier leitete er auch die Konzeption und den Aufbau des GMP-Labors. Wolfgang Lükes wissenschaftliche Arbeit war stets geprägt von dem Grundsatz, dass es für die heutige Wissenschaft wesentlich ist, aus den Elfenbeinturm-Strukturen herauszukommen. Dabei war es ihm zugleich ein wichtiges Anliegen, dass sich die Suche nach Erkenntnis auch in praktischen Nutzen für die Menschheit umsetzen lässt, wie beispielsweise bei der Arzneimittelforschung und -entwicklung. In den letzten Jahren lag ihm die Entwicklung neuer Therapieformen in der Infektiologie und Onkologie, wie zum Beispiel die spezifische Antigenpräsentation in der Immuntherapie, besonders am Herzen. Er entwickelte mit unserer Arbeitsgruppe unter anderem humane in vitro Systeme zur Generierung von diagnostischen und therapeutischen Antikörpern. Prof. Dr. Dr. Wolfgang Lüke ist Autor und Koautor von über hundert wissenschaftlichen Veröffentlichungen und Erfinder mehrerer internationaler Patente. Sein Tod bedeutet für uns menschlich wie wissenschaftlich einen sehr großen Verlust. Wir werden unsere wissenschaftliche Arbeit besonders auch in seinem Sinne weiterführen. |
![]() Prof. Dr. Dr. Wolfgang Lüke † |
|||||||||||||





