Glioblastom: Wie das IOZK Patienten begleitet

Der 15. Juli ist der internationale Tag des Glioblastoms (GBM) – ein Anlass, über diese seltene und aggressive Hirntumorerkrankung aufzuklären. Am Immun-Onkologischen Zentrum Köln (IOZK) beschäftigen wir uns seit 1985 mit der Rolle des Immunsystems bei Tumorerkrankungen. In diesem Beitrag möchten wir Ihnen zeigen, welche medizinischen Kompetenzen und Therapieansätze wir für Menschen mit GBM bereithalten – stets ergänzend zur leitliniengerechten Standardbehandlung.

Das Glioblastom verstehen

Das Glioblastom ist der häufigste bösartige primäre Hirntumor bei Erwachsenen und stellt Betroffene wie Behandelnde vor große Herausforderungen. Die Standardtherapie besteht in der Regel aus Operation, Strahlen- und Chemotherapie. Ergänzend rückt zunehmend die Frage in den Fokus, wie sich das körpereigene Immunsystem gegen den Tumor aktivieren lässt.

Unser Ansatz: die individualisierte multimodale Immuntherapie

Im Zentrum unserer Arbeit steht die individualisierte multimodale Immuntherapie (IMI). Ihr Grundgedanke: das Immunsystem gezielt dabei zu unterstützen, Tumorzellen zu erkennen und zu bekämpfen. Die IMI wird individuell auf die Patientin oder den Patienten zugeschnitten und beruht auf drei aufeinander abgestimmten Bausteinen.

Die individualisierte multimodale Immuntherapie (IMI)

Drei aufeinander abgestimmte Bausteine – ergänzend zur leitliniengerechten Standardtherapie

  1. Onkolytisches Virus: Newcastle-Disease Virus (NDV) – regt eine Immunantwort gegen Tumorzellen an.
  2. Modulierte Elektro-Hyperthermie (mEHT): Gezielte Behandlung, um Tumorzellen für das Immunsystem sichtbar zu machen.
  3. Dendritische-Zell-Impfstoff: Aus patienteneigenen Zellen im GMP-Labor hergestellt, mit Tumormerkmalen beladen.

Durchgehend begleitet von individuellem Immunmonitoring

Alle Bausteine werden ergänzend zur Standardtherapie (Operation, Bestrahlung, Chemotherapie) eingesetzt.

Medizinische Kompetenzen am IOZK

Was uns als spezialisiertes Zentrum auszeichnet, ist das Zusammenspiel aus Diagnostik, eigener Herstellung und langjähriger immunologischer Erfahrung unter einem Dach:

  • Spezialisierte immunologische Diagnostik & Immunmonitoring im hauseigenen Labor – als Grundlage jeder individuellen Behandlungsplanung.
  • Eigenes GMP-Produktionslabor für die Herstellung des patienteneigenen Impfstoffs (behördlich zugelassenes Herstellungsverfahren).
  • Erfahrung seit 1985 mit dem Immunsystem bei soliden Tumoren.
  • Ambulante Behandlung

Der Weg am IOZK – Schritt für Schritt

  1. Diagnostik und Immunmonitoring: Analyse von Tumor und Immunstatus im hauseigenen Labor.
  2. Immunogener Zelltod: NDV + mEHT setzen Tumormerkmale frei
  3. Herstellung Impfstoff: Individueller Impfstoff im GMP-Labor
  4. Impfung: Intradermale Gabe des dendritischen Impfstoffs
  5. Verlaufskontrolle: Immunmonitoring und Anpassung im Velauf

Die IMI ersetzt nicht die Standardtherapie, sondern ergänzte sie – Entscheidungen trifft stets Ihr Behandlungsteam mit Ihnen.

Ehrlich über Chancen und Grenzen

Uns ist Transparenz wichtig. Teile der IMI werden im Rahmen eines individuellen Heilversuchs angeboten. Die bislang verfügbaren Daten – darunter retrospektive Auswertungen unseres Zentrums – sind vielversprechend, stammen jedoch überwiegend aus Beobachtungsstudien ohne randomisierte Kontrollgruppe und bedürfen der weiteren prospektiven Bestätigung. Die IMI ersetzt die Standardtherapie nicht, sondern ergänzt sie. Ob und wie sie im Einzelfall sinnvoll ist, entscheiden Sie gemeinsam mit Ihrem Behandlungsteam.

Sie möchten mehr erfahren?

Sprechen Sie mit Ihrem Behandlungsteam über mögliche Immuntherapie-Ansätze. Für sachliche Fragen zu unseren Verfahren erreichen Sie das IOZK über unsere Kontaktseite. Eine qualifizierte Zweitmeinung ist Ihr gutes Recht.

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Er stellt kein Heilversprechen dar. Behandlungsentscheidungen treffen Sie gemeinsam mit Ihren behandelnden Ärztinnen und Ärzten.