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Die therapeutische Impfung mit dendritischen Zellen soll dem Immunsystem helfen, Krebszellen als Feinde zu erkennen und sie zu vernichten. Der optimale Zeitpunkt für die Tumorimpfung ist nach der Entfernung des Tumors, d. h. bei möglichst geringer Tumorlast. Das Immunsystem kann in dieser Situation eine wirksame Immunantwort gegen zukünftig auftretende Tumorzellen generieren. Darüber hinaus bilden sich in diesem Prozess aktive Erinnerungszellen, wodurch die Chance erhöht wird, dass der Patient auch nachhaltig gesund bleibt.

Bisher wird der Therapieansatz der Impfung aber erst dann gewählt, wenn keine anderen Möglichkeiten mehr offen sind, der Patient also „austherapiert“ ist. Studien aus den USA belegen jedoch z.B. bei Prostatakarzinomen, dass selbst in hoffnungslosen Fällen nach drei Jahren rund 30% der Patienten durch eine Impfung mit dendritischen Zellen überlebt haben. Gleichzeitig trat eine Verbesserung ihrer körperlichen Verfassung ein. In der Kontrollgruppe ohne Impfung lebten nach derselben Zeitspanne nur noch 10% der Patienten. Eine aktuelle Phase III-Studie des Deutschen Krebsforschungsinstituts in Heidelberg beweist ebenfalls die positiven Erfolgsaussichten der Tumorimpfung.

Leider zählt die Immuntherapie bisher noch nicht zur klinischen Routine – die bis jetzt vorliegenden Ergebnisse sind jedoch sehr ermutigend. Der positive Effekt konnte in der Mehrheit der Studien erwiesen werden. Ein ganz wesentlicher Punkt ist dabei, dass es keine negativen Nebenwirkungen für die Patientinnen und Patienten gibt.

Das Fazit: Die Antitumorimpfung mit dendritischer Zellentherapie ist eine ergänzende Alternative zu den konventionellen Verfahren der modernen Krebsbehandlung.