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Die therapeutische Impfung mit dendritischen Zellen soll dem Immunsystem helfen, Krebszellen als Feinde zu erkennen und sie zu vernichten. Der optimale Zeitpunkt für die Tumorimpfung ist nach der Entfernung des Tumors, d. h. bei möglichst geringer Tumorlast. Das Immunsystem kann in dieser Situation eine wirksame Immunantwort gegen zukünftig auftretende Tumorzellen generieren. Darüber hinaus bilden sich in diesem Prozess aktive Erinnerungszellen, wodurch die Chance erhöht wird, dass der Patient auch nachhaltig gesund bleibt.

In den USA wurde im Mai 2010 erstmalig eine Vakzination mit dendritischen Zellen zur Tumorbehandlung (Provenge) zugelassen, nachdem Studien eine deutlich verbesserte Überlebenszeit und Lebensqualität belegen konnten. Bezeichnend für die besondere Bedeutung, die inzwischen der immunologischen Krebsbehandlung begemessen wird, ist die Verleihung des Nobelpreises für Medizin 2011 an den Immunologen Ralph Steinman für die Entdeckung der Dendritischen Zellen.

Leider zählt die Immuntherapie dennoch bisher noch nicht zur klinischen Routine – die bis jetzt vorliegenden Ergebnisse sind jedoch sehr ermutigend. Der positive Effekt konnte in der Mehrzahl der Studien erwiesen werden. Ein ganz wesentlicher Punkt ist dabei, dass es keine negativen Nebenwirkungen für die Patientinnen und Patienten gibt.

Das Fazit: Die Antitumorimpfung mit dendritischer Zellentherapie ist eine ergänzende Alternative zu den konventionellen Verfahren der modernen Krebsbehandlung.