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Die Loco-regionale Tiefen-Hyperthermie kommt bei begrenzten Tumorleiden zur ambulanten Anwendung. Der Bereich wird von außen mit Radiowellen bestimmter Wellenlänge bestrahlt und gezielt überwärmt, ohne dass der Patient etwas davon bemerkt. Die Tumorzellmembranen werden in Schwingung versetzt und zerstört. Die Zellwände gesunder Zellen haben andere Eigenschaften und werden deshalb von den Frequenzen nicht geschädigt. Die Durchblutung und Zellteilung im Tumorgewebe werden angeregt, so dass die Wirksamkeit der Strahlen- und Chemotherapie verstärkt wird.

Die transurethrale Hyperthermie ist eine spezielle Form der loco-regionalen Hyperthermie. Sie wird beim Prostatacarcinom angewendet, wenn die Kapsel der Prostata noch intakt ist. Vorübergehend wird ein Katheter in die Harnröhre gelegt, so dass die Elektrode in unmittelbarer Nähe der Prostata zu liegen kommt. So kann durch eine minimale Dosis der maximale Effekt erreicht werden.

Die moderate Ganzkörperhyperthermie aktiviert  den Temperaturbereich von 38,5 bis 40,5 Grad, was einem normalen Fieberverlauf entspricht, der die Immunzellen aktiviert. Diese Überwärmung kann ambulant durchgeführt werden. Man liegt in einer Art Zeltkabine aus Wärmedämmfolien. Um den Körper bildet sich durch die Infrarotbestrahlung eine Warmluftschicht, die Verdunstungskühlung ausschließt. Die Körpertemperatur und Herzfrequenz, der Sauerstoffgehalt des Blutes und der Blutdruck werden ständig überwacht. Danach folgt eine Ruhephase.

Die Ganzkörperhyperthermie ist eine systemische Immuntherapie, die auch für eine bessere Verträglichkeit der Chemotherapie sorgt. Mit der lokalen Hyperthermie kann eine tumordestruktive Wirkung erzielt und eine bessere Wirksamkeit und Verträglichkeit der Chemo- und Strahlentherapie erreicht werden.

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