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Unser Immunsystem basiert auf ständigem Informationsaustausch. Von Beginn an muss es mit Bakterien oder Viren in Kontakt kommen, damit es diese Eindringlinge kennen lernt. Für die Präsentation dieser Information gibt es Informationszellen, die wie Wächter im Organismus arbeiten und dort z.B. das Antigen (eine Tumorzelle) aufnehmen können und es zur Milz, dem Knochenmark und zum Lymphknoten transportieren. Diese Bereiche laufen die weißen Blutkörperchen (Lymphozyten oder Leukozyten) mehrmals am Tag an, um dort Neuigkeiten auszutauschen.

Die wichtigsten Informationszellen sind die dendritischen Zellen. Sie sind in der Lage, Tausenden von weißen Blutkörperchen zeigen, was „gut“ und was „böse“ ist. Sobald diese entsprechend informierten Lymphozyten dann den Lymphknoten verlassen und im Körper auf eine Struktur treffen, auf die sie ausgebildet wurden, behindern sie diese im Wachstum oder zerstören sie.

Grundlage jeder Reaktion des Immunsystems, der so genannten spezifischen Immunantwort, ist also die „Antigen-Präsentation“ – nur nach diesem Austausch können die Lymphozyten die Tumorzellen erkennen und vernichten.
In vielen Fällen besitzen Krebspatienten trotz ihres Tumors ein scheinbar gutes Immunsystem. Wir müssen deshalb davon ausgehen, dass es über das Tumorwachstum nicht ausreichend informiert ist. Es gilt also, das Immunsystem ganz spezifisch zu informieren und ihm den Tumor „sichtbar“ zu machen.

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