IOZK - Immun-Onkologisches Zentrum Köln
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Meilensteine der modernen Krebsmedizin

 

Der Nobelpreis für Medizin 2018 an die Immunforscher James P. Allison aus Texas und Tasuku Honjo aus Tokyo ist ein weiterer Höhepunkt der innovativen Onkologie, die unter dem Stichwort »Checkpoint-Inhibitor-Therapie« die Selbstheilungskräfte des Körpers in den Fokus stellt. 

Schon 2011 wurden drei Immunologen für ihre Arbeit mit dem Preis ausgezeichnet, die das Verständnis des Immunsystems revolutioniert haben und neue Wege zur Bekämpfung von Krebs eröffneten: Der Kanadier Ralph M. Steinman entdeckte und beschrieb die Funktionsweise der dendritischen Zellen, Jules Hoffmann aus Frankreich und Bruno Beutler aus den USA erforschten und beschrieben, dass eine erfolgreiche Immunabwehr »Gefahrensignale« benötigt, damit eine wirkungsvolle Immunantwort folgen kann. Auf diesen wissenschaftlichen Erkenntnissen basiert die Impfstoff-Herstellung und die Immuntherapie des IOZK. Unsere Ärzte und Naturwissenschaftler beschäftigen sich bereits seit 1985 mit der Rolle des Immunsystems bei Krebs 

Gleichzeitig kann das IOZK seit zwei Jahren die Medikamente nutzen, zu deren Grundlagenforschung der aktuelle Medizin-Nobelpreis 2018 verliehen wurde – sie dienen dem Schutz von tumorspezifischen Killerzellen, die Tumorzellen angreifen können. Die sogenannten »Checkpoint-Inhibitoren« verbessern die Effekte unserer Therapie am IOZK, gleichzeitig schaffen wir die Voraussetzung zum wirksamen Einsatz dieser Medikamente. Denn die Check-Point-Inhibitor-Antikörpertherapien helfen bisher nur bei einem kleinen Teil der Patienten, und zwar nur bei jenen, die bereits eine Immunreaktion gegen die Tumorzellen entwickelt haben.

In bestimmten Fällen können wir die Check-Point-Inhibitor-Antikörper nutzen, damit das tumorspezifisch aktivierte Immunsystem die Tumorzellen erfolgreich vernichten kann.